Валентин Красногоров – Heute oder nie! (страница 19)
ER:
SIE: Ich frage: Haben Sie Streichhölzer?
ER: Ich rauche nicht.
SIE: Schonen Sie die Gesundheit?
ER: Ich rauche einfach nicht.
SIE: Recht so. Ich rauche auch nicht.
ER: Warum haben Sie dann um Streichhölzer gebeten?
SIE: Ich habe nicht darum gebeten. Ich wollte einfach wissen, ob Sie welche haben oder nicht.
ER: Angenommen, nicht. Was dann?
SIE: Nichts.
ER: Und wenn ich welche habe?
SIE: Auch nichts.
ER: Der Versuch, ein Gespräch anzufangen?
SIE: Vielleicht.
ER: Gehen Sie davon aus, dass er nicht geklappt hat.
SIE: Überhaupt, geht man davon aus, – und ich weiß nicht warum, dass ein Gespräch anzufangen, dem Herren zusteht.
ER: Wenn er das will.
SIE: Und Sie wollen nicht?
ER: Und ich will nicht.
SIE: Nun denn, dann werden wir eben gemeinsam schweigen.
ER:
SIE: Nichts. Vielleicht Sie ein bisschen reizen.
ER: Weshalb?
SIE: Ich weiß nicht. Wahrscheinlich aus Langeweile.
ER: Gehen Sie, vergnügen Sie sich woanders.
SIE: Ist Ihnen denn nicht langweilig? Sie sind zugereist hier, in einer fremden Stadt können Sie nichts unternehmen…
ER: Warum gehen Sie davon aus, dass ich zugereist bin?
SIE: Wer kann denn noch spät abends in einem Hotelrestaurant mit der Aktentasche sitzen und irgendein tristes Schriftstück lesen?
ER: Und Sie schlagen mir vor, mich zu vergnügen?
SIE:
ER:
SIE: Danke. Also, vielleicht machen wir uns endlich bekannt?
ER: Danke für den Vorschlag, aber ich bin kein Liebhaber von leichten Bekanntschaften.
SIE: Aber warum gehen Sie davon aus, dass die Bekanntschaft mit mir leicht wird? Ich verspreche, dass sie schwierig wird.
ER: Sie wird… überhaupt nichts.
SIE: Aber sie hat doch schon stattgefunden.
ER: Nichts dergleichen. Ich kenne Sie nicht und will Sie nicht kennen.
SIE: Warum denn so schroff?
ER: Um gleich den Punkt auf das I zu setzen. Geh und fang dir einen anderen Mann!
SIE: Und wenn ich ausgerechnet Sie fangen will?
ER: Vergeude keine Zeit, das klappt nicht. Zufällige Verbindungen sind nicht mein Stil. Außerdem liebe ich meine Frau.
SIE:
ER: So oder so, ich bin verheiratet und damit Schluss.
SIE: Aber wen stört das? Habe ich denn mit einem Wort bemerkt, dass Sie mich heiraten sollten?
ER: Bisher nicht, aber deiner Eile nach, spielst du vielleicht bald darauf an.
SIE:
ER: Hören Sie zu, das beginnt mir lästig zu werden. Hier gibt es ausreichend freie Tische. Warum, haben Sie sich ausgerechnet zu mir gesetzt?
SIE: Weil ich das wollte.
ER: Ich sehe, so einfach lassen Sie nicht von mir ab, deshalb, lass uns eines klar stellen: Ich bin dagegen und habe mit Straßenmädchen nichts am Hut. Du hast keinerlei Chance.
SIE: Und Sie, versteht sich, bevorzugen ordentliche.
ER: Versteht sich.
SIE: Aber was ist denn nach Ihrer Meinung ein Straßenmädchen?
ER: Eine, die Liebe für Geld verkauft.
SIE: Das heißt, Sie bevorzugen ordentliche aus Sparsamkeit?
ER: Ärger´ mich nicht!
SIE: Das werd´ ich nicht. Das heißt, für Sie bin ich eine von der Straße?
ER: Was denn sonst?
SIE: Mache ich mich denn auf der Straße an Sie heran?
ER: Auf der Straße, im Restaurant – welcher Unterschied? Hauptsache, für Geld.
SIE: Habe ich Sie um Geld gebeten?
ER:
SIE: Sagen Sie, und wenn eine Frau ihren Mann kostenlos betrügt, ist sie dann ordentlich?
ER: