Валентин Красногоров – Heute oder nie! (страница 17)
JOHANNA: Morgen wird man sie verhaften.
DOKTOR: Das lasse ich nicht zu!
JOHANNA: Was werden Sie tun können?
DOKTOR: Ich weiß noch nicht, aber ich lasse das nicht zu! Ich werde protestieren! Ich… Ich werde Ihnen eine Bescheinigung ausstellen, dass Sie unzurechnungsfähig sind. Allen dreien. Und mir selbst auch, für alle Fälle.
JOHANNA: Doktor, seien Sie ernst. Die Bank fordert die sofortige Rückgabe des Gelds.
DOKTOR: Wer fordert? Dieser Vizepräsident, der mehr einem Schnüffler gleicht? Rufen Sie ihn hierher. Ich reguliere diese Sache.
JOHANNA: Doktor, das ist unmöglich.
DOKTOR: Kleinigkeiten. Rufen Sie Ihren Bankier.
JOHANNA: Wie wollen Sie die Sache mit der Bank regeln?
DOKTOR: Sehr einfach. Ich bezahle ihr dieses lächerliche Geld.
JOHANNA: Sie stellen sich die Summe nicht ganz vor, um die es geht.
DOKTOR: Das interessiert mich nicht.
JOHANNA: Ich fürchte, dass Ihr Geldbeutel nicht ausreicht.
DOKTOR: Keine Angst. Ich bin ein sehr vermögender Mann.
JOHANNA: Aber um wessen Willen sein Geld verlieren, wegen unbekannter Leute, die Sie außerdem noch betrogen haben? Brauchen Sie denn kein Geld?
DOKTOR: Und wozu nützt es mir? Ich esse nichts Fettes, Salziges, Scharfes, Teures und Gutes. Wie alle reichen Leute halte ich Diät und arbeite die übrige Zeit.
Mein Lieber, darf man denn wegen irgendwelchem Geld eine so reizende Frau verfolgen?
VIZEPRÄSIDENT: Geld ist natürlich Unsinn. Es gibt im Leben wichtigere Dinge: Liebe, Schönheit, Gesundheit, Güte…
DOKTOR: Ganz genau.
VIZEPRÄSIDENT: Andererseits, wenn Geld Unsinn ist, warum es dann nicht zurückgeben?
DOKTOR: Weil ihr Bruder es im Casino verspielt hat. Sie hat keinen einzigen Cent.
VIZEPRÄSIDENT:
MARINA: Was hätte das geändert?
VIZEPRÄSIDENT: Im Grunde nichts. Aber jetzt verstehe ich wenigstens Ihr Verhalten. Allerdings, das Geld muss trotzdem zurückgegeben werden.
DOKTOR: Sagen Sie, wie viel?
VIZEPRÄSIDENT: Die Summe ist armselig, man kann sagen ein Nichts, einfach lächerlich, eine völlige Kleinigkeit, es lohnt sich nicht, darüber zu reden.
DOKTOR: Können Sie die annähernde Summe nennen?
VIZEPRÄSIDENT: Zwei Millionen Euro.
DOKTOR: Zwei Millionen Euro?!
VIZEPRÄSIDENT: So etwa. Wie Sie verstehen, darf man das als Bank nicht als Verlust bezeichnen. Viel ernster ist die Tatsache der Entwendung und des Betrugs. Glauben Sie mir, mir wird es sehr schwer fallen, die Sache zu vertuschen.
DOKTOR: Ich verstehe und schätze das sehr.
JOHANNA:
MARINA: Wirklich, wo ist Anton?
JOHANNA:
MARINA:
DOKTOR: Ich verstehe nicht, dass Sie so besorgt um ihn sind. Sie sagen doch, dass er absolut gesund ist!
JOHANNA: Ja, er ist gesund, aber…
DOKTOR: Was, aber?
MARINA: Verstehen Sie, er ist sehr besorgt, dass wir seinetwegen in Schwierigkeiten geraten sind.
DOKTOR: Na, und?
MARINA: Und er hat die Wahnidee, das ganze Geld wieder zurückzugewinnen. Und je mehr er spielt, desto mehr verspielt er. Deshalb haben wir in den letzten Wochen versucht, ihn nicht aus den Augen zu verlieren.
JOHANNA: Marina, beruhig´ dich. Ich glaube, er ist nicht im Casino. Jetzt hat er doch einfach gar nichts zum Spielen. Ich habe ihm alles Geld weggenommen, sogar das Kleingeld.
DOKTOR: Hm… Ich fürchte, ich habe einen Irrtum zugelassen.
JOHANNA: Wie viel?
DOKTOR: Tausend Euro.
JOHANNA: Sie sind verrückt geworden!
DOKTOR:
MARINA:
JOHANNA: Und, was?
MARINA: Natürlich ist er sofort, nachdem er das Geld erhalten hat, ins Casino gerannt.
JOHANNA:
MARINA: Und hat fast alles verspielt.
JOHANNA: Wie immer.
MARINA:
JOHANNA:
VIZEPRÄSIDENT: Glauben Sie mir, ich bin darüber mehr froh, als irgendjemand anderer. Der Skandal in der Bank, Marina auf der Anklagebank, die Schlagzeilen in den Zeitungen… Das hätte mich um den Verstand gebracht.
DOKTOR: Ende gut, alles gut. Lassen Sie uns aus diesem Anlass Champagner trinken!
JOHANNA: Auf den glücklichen Zufall.
MARINA: Auf das Glück!