реклама
Бургер менюБургер меню

Александр Усовский – Was geschah am 22 Juni 1941? (страница 9)

18

Die Wehrmacht brauchte vier Stunden, um den Rest der Tschechoslowakei zu besetzen. Vier Stunden! Ihr habt (der Teufel soll euch holen!) 1250000 Gewehre auf Lager liegen – verteilt doch mal die unter Bevölkerung! Macht doch den Deutschen zu guter Letzt die Hölle heiß!

Die dienstwilligen tschechischen Offiziere überließen Wehrmacht die ganze Ausrüstung und das Kriegsmaterial in einem mustergültigen Zustand.

Und nach alldem werden sie noch hartnäckig behaupten, dass das Protektorat Böhmen und Mähen gewaltsam ins Deutsche Reich eingeschlossen wurde?!

Deutscher (früher der tschechische) Pz-38(t) fährt Patrouille an der Küste des Ärmelkanals

Wenn eine Frau vergewaltigt wird, zerreißt sie dem Gewalttäter mit Zähnen und Nägeln das Gesicht. Nach dem Vorlesen des medizinischen Befundes, wo die Spuren dieses vergeblichen, aber verzweifelten Widerstandes festgestellt sind, urteilt das Gericht: „die Tatsache der Vergewaltigung fand statt, nun kriegst du, lieber Bürger Soundso deine 10 Jahre und fährst zur Holzaufbereitungsstelle, um dort deine Sünden zu büßen“. Falls aber die blühende Visage eines Angeklagten keine Spuren aufweist – da kann das beliebige Gericht nachdenklich werden: ob es überhaupt eine Gewalttat gäbe? Oder will die Dame einfach Geld leicht verdienen? Oder aber will sie ihren langweiligen Liebhaber dort einsperren lassen, wo der Pfeffer wächst? Damit er ihr nicht im Wege stünde und bei den neuen Liebesgeschichten störe?

Die Tschechen hatten gegen den in ihr Land eingedrungenen Feind keinen einzigen Schuss abgefeuert.

Sie können sich, soviel man will, rechtfertigen – wir werden trotzdem daran denken, wessen Hände in den Jahren 1939–1945 die Maschinengewehre zusammenstellten, aus denen russische Soldaten getötet wurden.

Also, mit Tschechien ist alles einigermaßen klar, und von Memel kann gar keine Rede sein – hier erweist sich Deutschland als die geschädigte Seite! Und die Wiedereingliederung der Hafenstadt in das Reich ist eine absolut legitime Prozedur, die als solche auch von allen internationalen Organen anerkannt worden ist.

Wofür denn empfanden die demokratischen Länder eine solche Abneigung gegen Hitler? Warum wurde er zu dieser Zeit, ohne viel Blut zu vergießen, zum Lesebuchbösewicht in Medien der ganzen „freien“ Welt gestempelt?

Für eine „Kristallnacht“!

Und um ganz genau zu sein – für den Ausschluss der Juden aus dem wirtschaftlichen Leben Deutschlands und ganz Mitteleuropas, für die nicht erhaltene Gewinne und arieirisierte Immobilien, für das Schaffen einer vom internationalen Kapital unabhängigen Wirtschaft.

Im Großen und Ganzen, für ein undenkbar gefährliches Beispiel für den Rest der Welt.

11

Wollen wir mal festlegen. Deutschland ist ein demokratischer Staat (allerdings zum Moment des Machtantritts der Nazis) und das deutsche Volk wählt mit Stimmenmehrheit zur Landführung eine Partei, in deren Programm die Vertreibung der Juden aus dem wirtschaftlichen Leben des Landes und eine planmäßige Gesundung der deutschen Wirtschaft an erster Stelle stehen. Das war der Wille des deutschen Volkes – lasst uns darauf Rücksicht nehmen.

Die NSDAP führt konsequent diese Linie durch: Die Gewerkschaften sind auseinandergejagt, ihr Eigentum ist verstaatlicht – stattdessen vereinigen sich sowohl die Industriellen als auch die Arbeiter zur Deutschen Arbeitsfront. Die Streiks sind verboten – von nun an werden alle Streitigkeiten zwischen den Arbeitgeber und Arbeiter von Sondergerichten gelöst. Die Arbeitslosigkeit ist liquidiert worden. Es wird ein kolossaler Auto – u. Eisenbahnbau gestartet, der restlos alle freien Arbeitshände in Anspruch nimmt.

1936 wird der Vierjahresplan verkündet. Der Andrang von geschäftlicher Aktivität und der Produktionswachstum ist beispiellos! Der Umfang von gesamter Industrieproduktion ist von 1936 bis 1939 um 27 % gewachsen, im Jahre 1939 erzeugte Deutschland 24 Mio. Tonnen Gusseisens (was 22 % der gesamten Weltproduktion ausmachte), 22,3 Mio. Tonnen Stahls (24 %), 333 Mio. Tonnen Kohle (17 %), und in der Herstellung vom Kunstkautschuk und von den Metallbearbeitungsmaschinen hatte Deutschland einen stabilen ersten Platz errungen. Der deutsche Export von Eisenmetallen war um viermal größer als der gleiche amerikanische Kennwert!

Es gibt keine Arbeitslosigkeit mehr, im Gegenteil, es mangelt an Arbeitsressourcen. Und all dies bei ständiger Erhöhung des Wohlstandes der deutschen Arbeiter!

Der Arbeitslohn eines deutschen Arbeiters (abhängig von der Qualifikation) betrug im Jahre 1938 von 300 bis 500 Mark pro Monat. Ein Offizier im Range Leutnants verdiente 109 Mark wöchentlich, ein Kaderunteroffizier verdiente 56 Mark pro Woche. Der Mark Kurs zum Dollar war zu jenem Moment 1 zu 0,4, d. h. 40 amerikanische Cents für eine Reichsmark. Aber das hat nichts zu sagen.

Nur die Lebensmittelpreise und Industriewarenpreise haben was zu sagen.

1938 kostete ein Liter Bier in Deutschland 50 Pfennig, in der Kneipe – 1 Mark. Ein Kilo Weißwürstchen kostete 3–4 Mark (es gab auch billigere für 2 Mark). Für einen Herrenanzug zahlte ein Deutscher 40–60 Mark.

Das Auto DKB, später als „VW Käfer“ bekannt, würde den deutschen Bürger 1939 (wenn es zu seiner Massenerzeugung käme) 990 Mark ab Werk kosten.

Überseefahrgastschiffe der Deutschen Arbeitsfront – „Wilhelm Gustloff“ (im Vordergrund) und „Cap Arkona“

Apropos das Projekt des „Volkswagens“.

Am 26 Mai 1938 legte Adolf Hitler den Grundstein zu diesem Werk. Die Deutsche Arbeitsfront investierte in seinen Bau 300 Mio. Reichsmark und zum 1 Juli 1939 erzeugte schon das Werk die erste Produktion! Insgesamt wurde bis zum 1 September 630 „Käfer“ gebaut, dann begann das Werk das Kriegsmaterial zu erzeugen.

Es wurde geplant diese Autos auf Kredit zu verkaufen, dabei könnte jeder Interessente (nach dem Plan der deutschen Führung) in seinen Besitz einen „Käfer“ bekommen. Er würde dafür im Laufe von 4 Jahren wöchentlich nur 5 Mark bezahlen. Das kann man sich schön leisten, wenn der monatliche Durchschnittslohn 400 Mark ausmacht (davon 20 Mark im Monat für ein Auto).

Deutschland baut die Überseefahrgastschiffe für Arbeiter, beziehungsweise für die Organisation „Kraft durch Freude“, eine Abteilung von „Deutscher Arbeitsfront“, die sich um die Erholung seiner Mitglieder kümmern sollte. Das Schiff „Wilhelm Gustloff‘, das im Januar 1945 von russischem U-Boot C-13 unter Kommando von Kapitän Marinesko zugrunde gerichtet worden war, wurde anfangs als ein Überseefahrgastschiff für das einfache Volk gedacht.

Es hatte sogar in zwei Vorkriegsjahren geschafft, über 60 Tausend deutscher Arbeiter im sonnigen Mittelmeer spazieren zu fahren. Das kennzeichnendste Merkmal des Vertrauens der Bevölkerung in die Macht wurde das stürmische Geburtswachstum – Sie sollen es mit der gegenwärtigen demographischen katastrophalen Situation in Russland vergleichen.

12

Ein jeder mehr oder weniger gebildeter Federfuchser wirft gerne Adolf Hitler seine Phrase „Kanonen statt Butter“ vor. Und kein Funktionär will sich selber fragen: ob es tatsächlich statt Butter diese berüchtigten Kanonen erzeugt wurden?

Von wegen! Die Kanonen im nationalsozialistischen Deutschland wurden zusammen mit Butter produziert, und der große Finanzier des zwanzigsten Jahrhunderts Hjalmar Schacht hatte sich dafür viel Mühe gegeben und einige großartige wirtschaftliche Lösungen gefunden, die die Wehrmacht mit ausgezeichneter Waffe versorgen ließen, ohne den Lebensstandard des deutschen Volkes zu senken.

Von 1934 bis zum 01.09.1939 machten die Rüstungsausgaben Deutschlands 60 Mrd. Reichsmark aus, beziehungsweise – 59,1 % von Haushaltsausgaben. Scheint schrecklich viel zu sein?

In Wirklichkeit ist es aber nicht besonders viel.

Die Arbeitsproduktivität der deutschen Industrie damals war eine der besten auf der Welt. Die deutsche Wirtschaft könnte theoretisch leichter Hand die Armee mit Waffen und die Zivilbevölkerung mit allen nötigen Mitteln fürs Leben und für die Erholung versorgen, einschließlich der Autos und Wohnungen, innerhalb kurzer Zeit und über die notwendige Menge.

Dieser Prozess war lediglich auf Finanzmöglichkeiten des Staates (Rüstungsauftraggeber) und der Bevölkerung (Käufer von Nähmaschinen, Fahrräder, Hosen und Röcken) beschränkt. Weder der Staat noch die Bevölkerung hatte das Geld für den Kauf nötiger Panzermenge und Hosen bei der Firmen – Hersteller, dabei handelte es sich nicht um die schönen Regenbogenpapiere (man hätte sie nach Herzenslust in Umlauf setzen können), sondern es gab kein reales Geld – Gold, Silber, Erdöl, Buntmetalle – all das, was „reale Aktiven“ genannt wird. Man hatte wählen müssen: entweder Panzer oder Hosen. Eine dritte Variante, wie es schien, gab es nicht.

Was sollte gemacht werden, damit durch den massierten Bau von Panzern, Kanonen und Flugzeugen die Bevölkerung nicht ihre letzte Hose verlieren und dabei keine kolossale Inflationswelle ausgelöst werden würde? Noch heute plagen sich mit der Lösung dieser Aufgabe die verwegensten Keynesianer ab. Die deutschen Nazis aber (allerdings nicht selbst; dafür hatten sie die hochprofessionellen Wirtschaftsleute) konnten dieses Problem leicht gelöst haben.