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Александр Усовский – Was geschah am 22 Juni 1941? (страница 10)

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Sie schufen das parallele Geld, das ausschließlich für Finanzierung der Rüstungserzeugung prädestiniert war und das keinen freien Umlauf auf dem Finanzmarkt außer Deutschland hatte. Kurzum hatten sie einen parallelen Blutkreislauf des deutschen Wirtschaftsapparates (es ist bekannt, dass das Geld ein Wirtschaftsblut ist) geschafft.

Als solches Geld zuerst (1934–1935) fungierten die Mefo- Wechsel, benannt nach der Metallurgischen Forschungsgesellschaft mbH (Mefo). Sie wurden zur Bezahlung von Rüstungen für Firmen – Lieferanten emittiert, der Staat bürgte dafür. Die Wechsel waren ein normales Finanzinstrument, allerdings mit Vorbehalt. Sie durften nur von Industrieunternehmen, die für den Krieg tätig waren, benutzt werden.

Von 101,5 Mrd. Mark der deutschen Haushaltsausgaben in Jahren 1934–1939 stellten 20 Mrd. Mark die Mefo-Wechseln dar, d. h. Investitionsgeld, das kein Umlauf auf dem Markt hatte und deshalb keinen Inflationsdruck auf die Wirtschaft ausüben konnte.

Aber das war erst der Anfang.

Ab 1938 begann die Reichskreditverwaltung den FirmenHerstellern statt Gelder die „Geldüberweisungen für die Lieferung“ mit Tilgungsfrist von 6 Monaten auszuzahlen. Für ein Jahr solcher Überweisungen wurden über 6,5 Mrd. Reichsmark ausgezahlt und keine Mark davon war für den Einkauf von neuen Mercedes für Top – Manager der Rüstungskonzerne oder für den Erwerb von piekfeinen Villen und Jachten am Bodensee vertändelt worden. Das ganze Geld wurde zweckdienlich für die Waffen für Wehrmacht ausgegeben.

40 % der militärischen Aufträge wurden ab 1939 mit den sogenannten „Steuerquittungen“ bezahlt, mit denen die Auftragnehmer (Rüstungserzeuger) mit Lieferanten abrechnen durften. Insgesamt bis zum Kriegsanfang wurden anhand dieser Quittungen 4,8 Mrd. Mark ausgezahlt.

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Um die „Kapitalflucht“ ins Ausland zu verhindern, wurde 1937 eine „Bestimmung über deutsche Banken“ herausgegeben. Laut dieser Bestimmung wurde die Unabhängigkeit der Staatsbank beseitigt; der freie Markwechsel in eine andere Währung, sowie die Vollmacht der Baselbank (diese Bank war von Alliierten, aufgrund der entsprechenden Artikel des Versailler Vertrages beauftragt worden, das deutsche Finanzsystem bis zur Auszahlung aller Reparationen zu kontrollieren) wurden eingestellt. Das „Gesetz über Staatsbank“ (1939) hatte überhaupt alle Beschränkungen für Gewährung eines Staatskredits aufgehoben. Der Bedarf am parallelen Geld entfiel. Von nun an wurde die Mark mit dem auf das Dreifache gewachsenen Eigentum des Dritten Reiches gesichert!

Damit die gerissenen Kaufleute unter dem Vorwand der Außenhandelsgeschäfte keine Währung aus dem Reich hinausführen konnten, war ein sogenannter „Neuer Plan“ angenommen worden, nach dem der Außenhandel ab 1934 völlig unter Staatskontrolle gebracht wurde und infolgedessen traten alle Unternehmen der Struktur von 7 „Reichsgruppen der Industrie“ bei.

Deutschland lässt fleißig die ausländische Währung aus seinem Außenhandelsumsatz ausschließen, da es aller Grund zu der Annahme besteht, dass den Hauptgewinn von der Ausnutzung seiner Währung in fremdem Außenhandel ihr Emittent hat. Deswegen schafft die nationalsozialistische Regierung ein System von

Clearingverrechnungen mit europäischen südöstlichen Ländern. Der Vorschlag der Deutschen nach einem Clearingsystem zu arbeiten, ruft bei Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien und Polen, die unter chronischem Auslandswährungsmangel leiden, eine echte Begeisterung hervor.

Zum Beispiel ist der deutsche Export nach Polen im Jahre 1939 im Vergleich zum Vorjahr um 27 %, und der polnische Export um 14 % gewachsen.

Der Geldumlauf Deutschlands ist, dank der Teilausschließung von Militärproduktion aus dem gewöhnlichen Geldwarenumsatz, monetaristisch geblieben, in besten Traditionen der Chicagoer Schule. Die deutsche Regierung hatte die Finanzierung der militärischen Aufträge durch Schaffung vom Investitionsgeld zustande bringen können, dabei wurde auch das Produktionswachstum ohne Schaden für den Wohlstand der Nation stimuliert.

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Die Warenpreise für die Bevölkerung (egal, ob Nähmaschinen oder Zahnstocher) wurden einmal für immer festgesetzt, sie waren auch fest und ziemlich niedrig. Ein extra dazu ernannter Kommissar für die Preise (diese Dienststelle existierte ab 1936) hatte die Preise nicht nur zu kontrollieren, sondern auch festzusetzen (der Hersteller musste die Preise gewissenhaft begründen). Um das Defizit von diesen oder jenen Waren zu vermeiden, wurden die strengen Vorschriften von Ausgaben derselben Waren eingeführt. Das war noch kein Lebensmittelkartensystem, aber schon etwas Ähnliches. Nichtsdestotrotz wurden der Warenüberfluss und das Lebensmittel in deutschen Geschäften nicht vermindert, sondern ganz im Gegenteil.

Die Preise für viele Lebensmittelwaren waren im Reich absichtlich zu hoch festgesetzt, aber die Arbeiter bekamen jährlich 1 Mrd. Mark als Sonderzuwendungen für den Erwerb von Milch, Geflügel und Eier.

Außerdem erteilte die Deutsche Arbeitsfront kostenlos für seine Mitglieder die Sondergutscheine, für die man nur bestimmte Waren kaufen konnte.

Zum Beispiel: Die Kunststoffproduktion überstieg den geplanten Umfang, und die Bevölkerung kauft sie ungern – als Folge hiervon wird man überfüllte Lager haben. Sofort erteilt die DAF ihren Mitgliedern die Gutscheine für Kunststoffe, die auf dem Lager liegen ohne Chance erfolgreich auf dem Markt verkauft zu werden. Oder ein anderes Beispiel. Die Apfelsinenernte in Spanien hatte alle denkbaren Rekorde gebrochen, und Diktator Franco hofft sich damit mit Deutschland zu revanchieren für dessen Hilfe während des Bürgerkrieges, – in diesem Fall kriegen die Arbeiter Gutscheine für die Apfelsinen.

Um den Erfolg des nationalsozialistischen Wirtschaftsmodells zu veranschaulichen, muss mitgeteilt werden, dass das Großhandelspreisniveau von 1939 bis 1944 lediglich um 9 %, der Lebensstandard um 12 % und das Arbeitslohnniveau um 11 % zugelegt haben. Diese Zahlen sind undenkbar für ein Land, das einen erbitterten Krieg gegen die ganze Welt an mehreren Fronten geführt hatte!

1938 erreichte Deutschland einen Anteil von rund 20,8 % an der gesamten Weltindustrieproduktion und holte damit Großbritannien mit all seinen Kolonien ein!

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Ein so erfolgreiches wirtschaftliches Entwicklungsmodell beruhte auf der Ideologie des Nationalsozialismus. Dabei ist die Ideologie im gegebenen Fall nicht die Gesamtheit von gewissen abstrakten Prinzipien, sondern ein Komplex von praktischen Maßnahmen in der Wirtschaft, Politik und im Sozialbereich.

„Hitlers Nationalismus war aus dem jüdischen Rassismus hervorgegangen. Die Juden glauben, dass nur sie eine von Gott erwählte Nation sind und alle andere Nationen Goi, d. h. Untermenschen wären; das hatte Hitler bei ihnen übernommen: Im Gegensatz zu ihnen aber war er der Meinung, dass die Arier eine oberste Nation der Welt, Germanen – ihr oberster Zweig, und die anderen Nationen – Untermenschen sind.

In „seinem“ Sozialismus verwarf Hitler entschieden die Dogmen von Karl Marx: den Klassenkampf und Internationalismus. Göbels klärte die deutschen Arbeiter auf, dass der sowjetische Bolschewismus – der Kommunismus für alle Nationen sei, und der deutsche Nationalsozialismus – der Kommunismus ausschließlich für die Deutschen wäre. (J. Muchin „Der betrogene Hitler”, „Duell”, № 34 (81), 13.10.1998).

Hitler verzichtete auf den Klassenkampf und ließ die im Privateigentum befindliche Industrieunternehmen keineswegs verstaatlichen, – so was gab es bei Nazis im Programm überhaupt nicht! Hitler nahm den Besitzern ihr Eigentum nicht weg und hatte nicht einmal in Gedanken solche bolschewistische Methoden geplant. Aber er wies die Werkbesitzer in die harten Schranken des einheitlichen wirtschaftlichen Staatsplanes und stellte unter harte Kontrolle ihr Gewinn; seinerseits wurde ihnen ein staatlicher Auftrag für ihre Produktion garantiert. Dabei konnten die Fabrikbesitzer kein Geld ins Ausland überweisen und da verstecken, gleichzeitig durften sie den Profit nicht für den überflüssigen Luxus ausgeben, denn sie waren ja verpflichtet die Erträge von ihrem Handel in die Produktionsentwicklung zum Wohl Deutschlands anzulegen.

Die Formel des international- bolschewistischen Sozialismus, die Hitler von Marx entlehnt hatte, war ausschließlich des materiellen Charakters und deshalb so armselig: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Nach Hitlers Auffassung war der Sozialismus etwas anderes:

„Sozialismus heißt: Das allgemeine Wohl steht über den persönlichen Interessen.

Sozialismus heißt: Nicht an sich denken, sondern ans Ganze, an die Nation, an den Staat denken.

Sozialismus heißt: Jedem das Seine, nicht allen das Gleiche“.

Die nationalsozialistische Ideologie sicherte eine beispiellose Vereinigung der Deutschen um ihren Staat. Als der Krieg begann, war ein Verrat der gegen Deutschland kriegsführenden Staaten zur gewöhnlichen Sache geworden: Zu den Deutschen überliefen Hunderte Tausend und Millionen Soldaten (will jemand das bestreiten? Rund 1,5 Millionen sowjetischer Bürger gehörten nach verschiedenen Schätzungen der Wehrmacht und SS!). Bei den deutschen Land – u. Luftstreitkräften hingegen hatten lediglich 615 Menschen (nach J. Muchin) in 5 Kriegsjahren ihren Eid gebrochen, und es war kein einziger Offizier unter ihnen!