Александр Усовский – Was geschah am 22 Juni 1941? (страница 5)
Dafür vernichtete dieser Prozess die ganzen Ersparnisse des deutschen Volkes und die Bevölkerung war innerhalb von nur 1,5–2 Jahren in die totale Armut getrieben worden. Genauer gesagt – die deutsche Bevölkerung Deutschlands. Die Deutschen haben noch nie im Leben eine Inflation erlebt. Das Vertrauen in die Mark war absolut. Die Juden wussten nur zu gut, dass jegliches Papiergeld nichts mehr als ein schön ausgemaltes Papier ist. Durch die tausendjährige Wuchererfahrung haben sie gelernt, nur an die realen Werte zu glauben. Und so konnten sie unter den gegebenen inflatorischen Bedingungen den Mantel gut nach dem Winde hängen, den Schmerz und die Bitternis der Deutschen in klingende Münze umwandelnd.
Und nach alledem können Sie doch wohl nicht erwarten, dass die Deutschen sich freundlich den Juden gegenüber verhalten würden? Denn wenn dem so ist, dann wären Sie, mein lieber Leser, ein großer Idealist und unverbesserlicher Menschenfreund!
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Adolf Hitler ist der prinzipientreueste Politiker des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Hauptprinzipien seines politischen Programms waren folgende:
1. „Säuberung“ Deutschlands von den Juden.
2. Kündigung des Versailles Vertrages.
3. Einrichtung der Vorherrschaft Deutschlands in Europa.
Der erste Punkt – „Säuberung“ – ist ihm fast gelungen, den zweiten hatte er in die Tat umgesetzt, den dritten konnte er nicht verwirklichen (aus nicht von ihm zu verantwortenden Gründen). Es ist nicht recht zu verstehen, wofür Hitler zum Ungeheuer und zur blutrünstigen Bestie gestempelt wurde. Dieser Mensch stand einfach zu seinem Wort: gesagt – getan! Er versprach dem deutschen Volk, es von den Juden zu erlösen – so ist es auch geschehen. Er versprach Deutschland von den Versailles Fesseln zu befreien – na bitte schön! Er versprach das deutsche Volk zur „Herrenrasse“ zu machen – das ist ihm zwar nicht gelungen, aber er hatte dafür alles getan, was in seinen Kräften stand!
Hitlers Partei erreichte die Mehrheit der Sitze im Parlament Deutschlands laut dem Willen des deutschen Volkes. Das deutsche Volk hatte das Wirken der NSDAP in der „jüdischen Frage“ gutgeheißen. Warum war dann die nationalsozialistische Partei nach dem Krieg verboten worden? Die NSDAP wurde ja von der Mehrheit der deutschen Bevölkerung unterstützt!
Und überhaupt, wofür wurden in Nürnberg die Hauptnazis gerichtet? Es ist auch nicht zu verstehen. Die Leute hatten ehrlich ihr politisches Programm erfüllt, das vor der Wahl gut dem deutschen Volk bekannt war. Gerade das deutsche Volk ließ die Nazis ans Ruder kommen, d. h. es hatte ihren politischen Kurs gebilligt, folglich – man hätte in Nürnberg übers ganze deutsche Volk das Gericht halten müssen! Und dann irgendwohin nach Magadan für 10 Jahre verbannen, das ganze Volk: Kinder, kranke Alten, schwangere (von den alliierten Soldaten) Mädchen, traurige Greise und Krüppel in Rollstühlen.
Die Sache wäre anders, wenn die NSDAP in ihren Vorwahlversprechungen die jüdische Minderheit zu lieben, zu pflegen geschworen hätte, und daraufhin, an die Macht gekommen, finge sofort an Dachau zu errichten. In diesem Falle dann hätte man die Nazis streng richten und schonungslos ahnden sollen, weil sie das Volk betrogen und ihre Vorwahlversprechungen gebrochen hätten. Aber so zu richten – wozu diese Nürnberger Farce?
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Apropos, die Nazis wollten gar nicht das gesamte jüdische Volk vernichten. Das Hauptziel der deutschen Regierung bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war die Auswanderung von Juden.
Tatsachen? Nach Herzenslust!
Die Tätigkeit der Zionisten während den Jahren 1933–1938 für die Organisation einer jüdischen Auswanderung nach Palästina fand bei den Nationalsozialisten eine starke Unterstützung. Ein Berliner Rabbi Joachim Prinz in seinem Buch „Wir, Juden“, das in der Reichshauptstadt 1934 veröffentlicht wurde, freute sich ganz offen über die nationalsozialistische Revolution, „durch die die Assimilation beendet würde und Juden wieder zu Juden werden“. Danach wanderte dieser Rabbi nach USA aus und wurde sogar zum Chef des amerikanischen jüdischen Kongresses, wobei niemand von seinen Landsleuten ihm dieses Büchlein zum Vorwurf machte.
Ab 1935 wurde die Auflage von der Zeitschrift „Jüdische Rundschau“ erheblich vergrößert. „Zionistische Tätigkeit in Deutschland nahm einen ungeahnten Aufschwung“, teilte mit Befriedigung das amerikanische „Jüdisches Lexikon“ mit. Was bedeutet der Euphemismus „zionistische Tätigkeit“? Er bedeutet eine Tätigkeit bezüglich der Organisation einer jüdischen Auswanderung nach Palästina.
Die Waffen-SS nahmen die Bedürfnisse der „neuen Israelis“ mit einem besonderen Eifer und Verständnis zur Kenntnis. Es schien eine durch und durch antisemitische Organisation zu sein, doch sieh mal, sie kümmerte sich täglich um die „Notwendigkeit der Bildung von jüdischem nationalem Bewusstsein, Erhöhung der Anzahl von jüdischen Schulen, jüdischen Sport. – u. Kulturorganisationen“ (F. Nicosia „Das Dritte Reich und palästinensische Frage“. Herausgabe der texanischen Universität, 1985).
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Strebte Hitler einen Krieg an? Von wegen! Ja, er bereitete sich auf einen Krieg vor, das stimmt; übrigens, wie auch alle seine Nachbarn. Aber sich auf einen Krieg vorzubereiten und einem Krieg zuzustreben – das sind die von dem Sinn nach zwei ganz verschiedenen Verben! In der Wirklichkeit strebte Hitler lediglich die Vorherrschaft Deutschlands in Europa und Wiederherstellung vom Status quo vor dem Krieg (das Deutsche Reich in Grenzen 1913) an, und er versuchte nach Möglichkeit dieses Problem auf friedlichem Wege zu lösen. Ich lasse mir die rechte Hand abhacken, wenn dem nicht so war.
Die europäischen Politiker kannten nur zu gut die Ziele der NSDAP, die der Führer des deutschen Volkes ausführlich in seinem Werk „Mein Kampf“ dargelegt hatte. Hitler log nicht, er wand sich nicht heraus, er seifte seine Gegner nicht ein – er erklärte offen und ehrlich, dass Deutschland (kraft der ethnischen Besonderheiten des deutschen Volkes, das von ihm der „Herrenrasse“ zugeschrieben worden war) ein unbestreitbares Recht auf Oberherrschaft in Europa habe, und seine Aufgabe wäre, diese Herrschaft sicherzustellen, wofür er auch den etlichen Verstoß gegen die internationalen Gesetze und Kündigung von mehreren Artikeln des Versailler Vertrages in Kauf nehmen musste.
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Es sei erwähnt, dass sowohl die Innenpolitik, als auch die Außenpolitik Deutschlands absolut konsequent und organisch war, was sich keinesfalls über die Politik der anderen europäischen Staaten sagen lässt.
Zum Beispiel immer dieselbe unheilschwere „Judenfrage“.
Alle Handlungen der Naziverwaltung waren vollkommen voraussagbar – lesen Sie „Mein Kampf“!
Von April bis Oktober 1933 wurden die antijüdischen wirtschaftlichen Gesetze verabschiedet – das Volk forderte den Juden ihr widerrechtlich erworbenes Eigentum wegzunehmen und sie aus dem politischen und wirtschaftlichen Leben des Landes auszuschließen. Das Volk fordert – also muss es geschehen! Man hatte angefangen die Juden aus deutscher Volkswirtschaft zu verdrängen, sie aus der Politik, aus den öffentlichen Organisationen und Zeitungsredaktionen hinauszuwerfen, wie es das deutsche Volk gefordert hatte.
Danach sollte erst mal eine Pause eingelegt werden. Man hatte die politische Stabilität des neuen Regimes sicherzustellen, die Reibungen zwischen den SA und Armee (im Hitlers Stil, mittels einer Durchführung der „Nacht der langen Messer“) zu überwinden, die Posten des Reichskanzlers und Reichspräsidenten zu vereinigen – Hindenburg war ja bereits verstorben!
Aber sobald das Naziregime dem Säuglingsalter entwachsen war, so war gleich die Arbeitslosigkeit (6000000) besiegt, Saarland zurückgegeben (90,8 % der Saardeutschen stimmten für den Beitritt zum Reich ab) und die allgemeine Wehrpflicht eingeführt worden. Jetzt konnte man sich wieder die Juden vorknöpfen – und diesmal ernsthaft.