Kh Beyer – Die Hubertusalm (страница 19)
"Ich habe doch wohl die besten Kenntnisse", sagt sie lachend am Tisch. Die Köche nicken begeistert.
"Dann kommt Alex und richtet uns die Technik ein. In den Zimmern liegt ja bereits das Kabel."
"Laptops haben wir alle", sagt Tim.
"Aber die Laptops haben zu wenig Auflösung. Wir müssen schon Kameras und Programme kaufen", sagt Hubertus.
Hubertus muss es wissen. In seinem Foyer hängen Kameras. Die hat Alex eingerichtet.
"Wir brauchen auch reichlich Hilfsmittel", sagt Lina.
"Ich dachte, ihr habt genug hier?", sagt Etela und lacht.
Alle lachen mit.
"Ja. Wir brauchen aber auch ein paar neue. Schönere. Bessere", antwortet Lina.
Hubertus muss lachen.
"Das stimmt. Du brauchst die dicken Dinger."
Lina ist Mama von einem Söhnchen. Sie überlegt noch, wer der Vater ist. Es könnte Hubertus sein. Mit Dario aus der Küche hat sie es auch sehr oft getan. Aber Dario benutzt Gummi. Er ist verheiratet. Darios Frau würde ihr ein Gewitter bereiten, wenn sie das erführe.
"Abstimmen müssen wir also nicht mehr?", fragt Clara. Alle heben die Hand. Es gibt keinen Widerspruch. Die Sache ist beschlossen.
Alex kommt gerade richtig. Zum Essen. Wie immer.
Alex geht immer zu Mittag in die Hotels. Er weiß, es gibt gutes Essen bei Clara. Seine Freundin, Selma, hat keine glückliche Hand in der Küche. Verheiratet ist er nicht.
"Du isst immer recht gierig und ziemlich viel", sagt Tim zu ihm. "Kann Selma nicht kochen?"
"Leider nicht besser als du."
"Aber ich kann es Selma gern lernen."
"Das kann ich mir vorstellen. Ohne Hose."
"Du hast es fast erkannt. Kochen lernt sie trotzdem. Kostenlos."
"Ich bin am überlegen bei eurem Projekt."
"Wie viele Kameras braucht ihr", fragt er Clara.
"Dreißig. Wir haben uns auf zehn Zimmer vorbereitet. Drei pro Zimmer."
"Das ist gut. Wenn es wächst, habe ich noch genug."
Hubertus bittet Alex, sich mal die Filme anzuschauen. Seine Reaktion interessiert Hubertus. Alex ist begeistert.
"Die maskierte Frau kommt mir bekannt vor", sagt er lächelnd zu Hubertus. Hubertus lächelt zurück.
"Ich kenne sie auch."
"Ich kann mich aber auch täuschen", fügt Alex noch dazu.
"Das hoffe ich doch."
Damit haben die Zwei schon mal Stillschweigen vereinbart.
"Du bist mein bester Kunde", sagt Alex.
Die Zwei lachen.
"Obstler oder besser?"
"Einen guten Obstler bitte."
Die Zwei stoßen an. Alex verspricht Hilfe bei Problemen.
"Etela kann dir auch helfen in der Not."
"Danke. Das weiß ich zu schätzen."
"Willst du Selma die Filme zeigen?"
"Die Meinung Selmas ist mir wichtig."
"Selma braucht schon etwas Abwechslung bei ihrer Büroarbeit."
"Das glaub ich auch. Sie ist oft ziemlich zornig wegen der Beamten."
"So schlimm?"
"Vergangenen Monat waren die bei uns. Zur Steuerprüfung."
"Und?"
"Selma hat fast zwei Wochen lang geweint. Sie macht keine Fehler. Aber die haben sich schlecht benommen!"
"Zeig ihr die Filme. Sie wird sich beruhigen."
"Was macht ihr dann mit den Einnahmen?"
"Wir buchen das als Hoteleinnahmen und versteuern das."
"Ja. Aber die Hotels sind doch geschlossen."
"Unsere Gäste und das Personal sind auch eingeschlossen."
"Alles klar."
"Das gibt viele Kosten. Das ist gut für uns."
"Naja. Ich würde ja gern mitmachen. Meine Kunden bestellen auch nichts mehr bei mir."
Alex verabschiedet sich von Hubertus. Clara gibt er ein Küsschen. Etela auch.
"Bis morgen."
Clara schaut Alex hinterher.
"Seine Hose hat eine Beule", sagt sie lachend zu Hubertus.
"Das ist schon mal ein gutes Zeichen."
Verena, die Kellnerin sagt, Robin und Daniela vom Hotel Bergtreu werden ihre Gastarbeiter fragen. Zwei Gäste sind auch da geblieben. Die fragt sie auch. Die zwei Kellner kommen sicher.
"Langsam scheint sich das zu einem Großunternehmen zu entwickeln", sagt Clara.
"Was tun wir denn mit den zwei Schwulen?", fragt Hubertus.
"Die bekommen Handarbeit", antwortet Etela.
"Das ist ein guter Einfall."
"Das ist auch das Richtige für dich", sagt Clara lachend.
"Mal sehen."