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Блейк Пирс – Vorher Verfällt Er (страница 2)

18

Mit dem Wunsch, sich auf Politikwissenschaften zu spezialisieren, hatte sie zur Queen Nash Universität in Maryland gewechselt. Die Wintersemesterferien näherten sich dem Ende zu und sie freute sich auf den Kursstoff des Frühlingssemesters. Es war einer der Gründe gewesen, warum sie und Clark, ihr Freund, sich heute Abend getroffen hatten – ein letztes lustiges Beisammensein, bevor die Uni wieder losging. Es war fast eine kleine Party gewesen und Clark hatte, wie üblich, zu viel getrunken. Sie hatte entschieden, die drei Häuserblocks zu laufen, statt dort zu bleiben und sich von Clarks Freunden anmachen zu lassen, während deren Freundinnen ihr hässliche Blicke zuwarfen. So endete für gewöhnlich jedes Zusammentreffen bei Clark, wenn sie nicht aufs Ganze ging und ihm ins Schlafzimmer folgte.

Außerdem … fühlte sie sich vernachlässigt. Clark war in dieser Hinsicht furchtbar und zog Arbeit, Schule oder Alkohol immer ihr vor. Es gab jemand anderen, den sie anrufen konnte, wenn sie ihre Wohnung erreichte. Ja, es war spät, aber er hatte sehr deutlich gemacht, dass er ihr zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung stand. Er hatte bereits bewiesen, dass das stimmte, also warum nicht heute Nacht?

Als sie die Straßen zwischen zwei Häuserblocks überquerte, bemerkte sie, dass der Schnee bereits auf dem Bürgersteig liegen blieb. Der Sturm kam nicht unerwartet, weshalb die Straßen behandelt und gesalzt worden waren, doch nun legte sich eine weiße Decke auf den Gehweg und den kleinen Grünstreifen vor und zwischen den Gebäuden.

Als Christine ihre Wohnung erreichte, entschied sie sich fast dazu, zurück zu Clark zu gehen. Es war kalt und der Schnee aktivierte eine Art kindliche Neugier in ihr. Als sie nach dem Schlüssel griff, um die Tür zum Wohnhaus zu öffnen, war sie kurz davor, wieder kehrtzumachen.

Was sie schließlich vom Bleiben überzeugte, war das Wissen, dass sie bei Clark nicht gut schlafen würde. Ihr eigenes Bett wartete hier auf sie, genau wie ihre eigenen warmen Decken und mindestens acht Stunden guter Schlaf.

Sie betrat das Haus und ging auf den Aufzug zu. Dort drückte sie den Knopf für das dritte Stockwerk und wartete. Sie war nicht betrunken, lediglich etwas angeheitert und spielte mit der Idee, sich ein weiteres Glas Wein zu gönnen, sobald sie ihre Wohnung erreichte, und dann einen Anruf zu tätigen…zu dem Mann, mit dem sie sich in den letzten Monaten sozusagen nebenbei getroffen hatte.

Daran dachte sie, als der Aufzug ankam. Sie betrat die Kabine und fuhr in ihr Stockwerk. Ihr gefiel es, wie ihr Kopf vibrierte, als der Aufzug sich nach oben bewegte.

Der Gang vor ihrer Wohnung war leer. Das machte Sinn, schließlich war es ein Uhr nachts – an einem Mittwoch. Sie ging auf ihre Tür zu und zog erneut ihre Schlüssel heraus. Als sie damit in ihren noch immer kalten Händen klimperte, ließ sie eine Stimme aufschrecken.

„Christine?“

Sie drehte sich um, als sie ihren Namen hörte. Dann lächelte sie, als sie ihn sah. Sie musste ihn also doch nicht anrufen. Es war, als hätte er geahnt, dass sie ihn wollte. Schließlich hatten sie sich schon seit einer Woche nicht gesehen.

„Hey“, sagte sie.

Er kam mit entschlossenen Schritten auf sie zu und sah sie an, wie er es immer tat. Mit einem Feuer in den Augen, das klar machte, was er wollte. Allein sein Blick törnte sie an – das und die Tatsache, wer er war. Er war tabu. Er war … naja, er war irgendwie gefährlich.

An der Tür krachten sie fast aufeinander und küssten sich wild und etwas ungestüm. Ihre Hände begannen sofort, ihn zu entdecken. Sie packte ihn an der Hüfte und zog ihn näher zu sich heran. Seine Hände malten die Umrisse ihres Körpers nach und rutschten dann zwischen ihre Oberschenkel, während sie sich im Flur aneinanderschmiegten.

„Lass reingehen“, sagte sie noch immer küssend und mit bereits beschleunigtem Atem. „Jetzt.“

Sie schloss die Tür auf, während er an ihrem Hals knabberte. Sie stöhnte ungeduldig, konnte es kaum erwarten. Sie wusste nicht einmal, ob sie es bis ins Schlafzimmer schaffen würden. Vielleicht nicht einmal bis zur Couch. Die Tür war entriegelt und sie drückte sie auf. Als er sofort auf sie zuging, trat sie gegen die Tür, um sie zu schließen und schob ihn von sich weg. Dann lehnte sie sich an die kleine Küchentheke und zog ihr Shirt aus. Er mochte es, wenn sie sich für ihn auszog. Es war ein seltsames Faible seinerseits – das Gefühl, die Kontrolle zu haben und vor ihr bedient zu werden. Schon vor dem eigentlichen Sex.

Als sie sich ihr Oberteil über den Kopf zog und nach den Haken ihres BHs suchte, sah sie ihm in die Augen … und erstarrte. Er stand still da. Das Feuer in seinen Augen war verschwunden. Jetzt war da etwas anderes. Etwas Neues. Und es machte ihr Angst.

Er legte seinen Kopf zur Seite, als begutachte er sie zum ersten Mal. Dann war er bei ihr. Es war nicht das erste Mal, dass er grob mit ihr umging, aber das hier war neu. Absolut nicht sexy. Er drückte sein ganzes Gewicht gegen sie und legte seine Hände um ihren Hals. Das Spielerische war verschwunden; sein Griff war grimmig und sie konnte den Druck auf ihrer Luftröhre spüren.

Es dauerte nicht einmal zehn Sekunden bis ihre Lungen begannen, panisch zu werden. Als sie es taten, schlug sie verzweifelt auf ihn ein, bis auch ihre Knie unter ihr nachgaben.

Sie spürte, wie ihre Brust immer enger wurde, als ob eine innere Kraft auch die restliche Luft aus ihr herausdrückte. Als sie auf den Boden fiel, schlug ihr Hinterkopf gegen die Küchentheke. Seine Hände lösten sich nicht von ihrem Hals, sondern wurden immer enger, während sie schwächer wurde.

Sie schlug noch einmal zu, aber war so schwach, dass sie sich nicht einmal sicher war, ob sie ihn getroffen hatte. Als sie auf dem Boden aufkam, war er auf ihr. Er hörte nicht auf, sie zu würgen, während er seine erregte Männlichkeit gegen sie drückte. Ihre Hände suchten nach etwas – irgendetwas – aber sie fanden lediglich das Shirt, das sie für ihn ausgezogen hatte.

Sie hatte gerade noch Zeit, sich über das warum zu wundern, als die Dunkelheit sie übermannte und ihr den schrecklichen Schmerz in der Brust nahm.

Kapitel eins

Mackenzie stand in ihrem Badezimmer, lehnte sich an den Waschtisch und betrachtete die Toilette. Sie hatte die Toilette in letzter sehr oft betrachtet, während sich ihr erstes Trimester fast zu lehrbuchmäßig abgespielt hatte. Ihre Morgenübelkeit war vor allem zwischen der achten und elften Woche schlimm gewesen. Doch selbst jetzt, als sie die Hälfte von Woche Fünfzehn hinter sich hatte, war es nicht weniger stürmisch. Sie übergab sich nun zwar seltener als zuvor, aber wenn, dann richtig.

Sie war an diesem Morgen schon zwei Mal über der Kloschüssel gehangen und ihr Magen gab ihr bereits Hinweise auf ein drittes Mal. Doch nachdem sie am Waschtisch lehnend etwas Wasser genippt und ihren Atem beruhigt hatte, spürte sie, wie die dritte Welle langsam abflachte.

Mackenzie sah nach unten auf ihren Bauch und legte ihre Hand liebevoll an die Stelle, die seit der letzten Woche ein kleines bisschen herausragte. „Das sind meine Eingeweide, mein Kleines“, sagte sie. „Keine Fußableger.“

Sie verließ das Badezimmer und blieb für einen Moment an der Tür stehen, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich fertig war. Als sie das Gefühl hatte, die Kontrolle über sich zu haben, ging sie zum Schrank, um sich anzuziehen. Sie konnte Ellington in der Küche hören; das Klappern von Tassen deutete darauf hin, dass er sich einen Kaffee einschenkte. Mackenzie würde nur zu gerne eine Tasse Kaffee trinken, aber zu ihrem unglaublichen Glück war dies eines der Lebensmittel, mit denen das Baby gar nicht einverstanden war.

Als sie sich die Hosen hochzog, merkte sie, dass diese bereits etwas enger geworden waren. Noch einen Monat, dann würde sie sich nach Umstandsmode umsehen müssen. Und sie nahm an, dass es dann auch an der Zeit war, Direktor McGrath von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Aus Angst vor seiner Reaktion hatte sie es bisher für sich behalten. Sie war noch nicht bereit dazu, nur am Schreibtisch zu sitzen und für einen anderen Agenten die Recherchearbeit zu übernehmen.

Ellington kam stirnrunzelnd ins Zimmer. Er hielt tatsächlich eine Tasse Kaffee in der Hand. „Fühlst du dich besser?“, fragte er.

„Hau mit dem Kaffee ab“, sagte sie nur. Sie hatte versucht, spielerisch zu klingen, aber es kam ein bisschen bitter rüber.

„Meine Mom ruft ständig an und will wissen, warum wir uns noch immer nicht für eine Hochzeitslocation entschieden haben.“

„Versteht sie nicht, dass es nicht ihre Hochzeit ist?“, fragte Mackenzie.

„Nein. Ich glaube nicht, dass sie das versteht.“

Er verließ das Zimmer für einen Moment, um den Kaffee abzustellen und ging dann auf Mackenzie zu. Er ging in die Knie und küsste ihren Bauch, während sie nach einem Shirt suchte.

„Willst du das Geschlecht immer noch nicht wissen?“, fragte er.

„Ich weiß es nicht. Bisher nicht, aber vermutlich werde ich meine Meinung dazu noch ändern.“

Er sah sie an. Aus seiner Position am Boden sah er wie ein kleines Kind aus, das seine Mutter um Zustimmung bittet. „Wann hast du vor, mit McGrath zu reden?“