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Блейк Пирс – Erkaltet (страница 6)

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Stattdessen sagte sie, "Zwei. April ist fünfzehn. Und ich bin dabei noch eine zu adoptieren – Jilly, die dreizehn ist."

"Adoption! Mehr Leute sollten das tun. Das finde ich klasse."

Riley hatte nicht das Gefühl einen Glückwunsch zu verdienen. Sie würde sich vielleicht besser fühlen, wenn sie wüsste, dass Jilly mit zwei Elternteilen aufwachsen würde. Im Moment war dies jedoch zu bezweifeln. Das wollte sie aber nicht mit Wendy diskutieren.

Stattdessen gab es etwas, das sie mit ihrer Schwester klären musste.

Und sie befürchtete, dass es unangenehm werden würde.

"Wendy, du weißt, dass Daddy mir in seinem Testament seine Hütte hinterlassen hat", sagte sie.

Wendy nickte.

"Ich weiß", sagte sie. "Du hast mir Fotos geschickt. Sieht nach einem netten Ort aus."

Die Worte hatten für Riley einen misstönenden Klang.

" … ein netter Ort."

Riley war einige Mal dort gewesen – das letzte Mal kurz nach dem Tod ihres Vaters. Aber ihre Erinnerungen waren alles andere als erfreulich. Ihr Vater hatte die Hütte nach seinem Eintritt in den Ruhestand als US Marine Kommandant gekauft. Riley erinnerte sich an das Haus als das eines einsamen, gemeinen alten Mannes, der jeden gehasst hatte – und im Gegenzug von jedem gehasst wurde. Das letzte Mal, als Riley ihn lebend gesehen hatte, war es zu einem Schlagabtausch gekommen.

"Ich denke, es war ein Fehler", sagte sie.

"Was?"

"Mir die Hütte zu hinterlassen. Das war falsch von ihm. Du hättest sie bekommen sollen."

Wendy sah aufrichtig überrascht aus.

"Warum?", fragte sie.

Riley spürte hässliche Emotionen in sich aufwallen. Sie räusperte sich.

"Weil du am Ende für ihn da warst, als er im Hospiz war. Du hast dich um ihn gekümmert. Du hast dich sogar danach um ihn gekümmert – die Beerdigung und die Papiere erledigt. Ich war nicht da. Ich––"

Sie erstickte fast an ihren nächsten Worten.

"Ich denke nicht, dass ich das hätte tun können. Die Dinge zwischen uns waren nicht gut."

Wendy lächelte traurig.

"Die Dinge zwischen mir und ihm waren auch nicht gut."

Riley wusste, dass das stimmte. Arme Wendy – Daddy hatte sie regelmäßig geschlagen, bis sie schließlich mit fünfzehn weggelaufen war. Und trotzdem hatte Wendy den Anstand gehabt, sich am Ende um ihn zu kümmern.

Riley hätte das nicht getan und sie fühlte sich deswegen auch nicht schuldig.

Riley sagte, "Ich weiß nicht, was die Hütte wert ist. Sie muss zumindest etwas wert sein. Ich will, dass du sie bekommst."

Wendys Augen weiteten sich erschrocken.

"Nein", sagte sie.

Die Direktheit der Antwort überraschte Riley.

"Warum nicht?", fragte Riley.

"Ich kann nicht. Ich will sie nicht. Ich will alles über ihn vergessen."

Riley wusste, wie sie sich fühlte. Sie fühlte sich genauso.

Wendy fügte hinzu, "Du solltest sie einfach verkaufen. Behalte das Geld. Ich will, dass du es behältst."

Riley wusste nicht, was sie sagen sollte.

Glücklicherweise wechselte Wendy das Thema.

"Bevor Dad gestorben ist, hat er mir erzählt, dass du BAU Agentin bist. Wie lange machst du diese Arbeit schon?"

"Etwa zwanzig Jahre", sagte Riley.

"Nun. Ich denke, Dad war stolz auf dich."

Ein bitteres Lachen stieg in Rileys Kehle auf.

"Nein, das war er nicht", sagte sie.

"Woher weißt du das?"

"Oh, das hat er mich wissen lassen. Er hatte seine eigene Art, Dinge zu kommunizieren."

Wendy seufzte.

"Ich nehme an, das hatte er", sagte sie.

Ein unangenehmes Schweigen senkte sich über sie. Riley fragte sich, über was sie reden sollten. Schließlich hatten sie seit Jahren nicht gesprochen. Sollten sie noch einmal versuchen, ein persönliches Treffen auszumachen? Riley konnte sich nicht vorstellen nach Des Moines zu reisen, nur um diese Fremde namens Wendy zu besuchen. Und sie war sich sicher, dass es Wendy mit einem Besuch in Fredericksburg ähnlich ging.

Was könnten sie schließlich gemeinsam haben?

In dem Moment klingelte Rileys Festnetz Telefon auf dem Schreibtisch. Sie war dankbar für die Unterbrechung.

"Da sollte ich besser drangehen", sagte Riley.

"Ich verstehe", sagte Wendy. "Danke, dass du dich gemeldet hast."

"Danke dir", sagte Riley.

Sie beendeten den Anruf und Riley ging ans Telefon. Riley sagte Hallo und hörte dann die verwirrt klingende Stimme einer Frau.

"Hallo … wer spricht da?"

"Wer ruft an?", fragte Riley.

Ein Schweigen folgte.

"Ist … ist Ryan zu Hause?", fragte die Frau.

Ihre Worte klangen ein wenig undeutlich. Riley war sich ziemlich sicher, dass die Frau betrunken war.

"Nein", sagte Riley. Sie zögerte einen Moment. Schließlich, sagte sie sich selbst, könnte es eine Klientin von Ryan sein. Aber sie wusste, dass es nicht so war. Die Situation war zu vertraut.

Riley sagte, "Rufen Sie diese Nummer nicht noch einmal an."

Sie legte auf.

Sie zitterte vor Wut.

Es fängt schon wieder von vorne an, dachte sie.

Sie wählte Ryans Festnetznummer.

KAPITEL DREI

Als Ryan abnahm, verschwendete Riley keine Zeit mit einer Begrüßung.

"Triffst du dich mit jemand anderem, Ryan?", fragte sie.

"Warum?"